17. Oktober 2023

Rezension "Und jeden Tag wird der Weg nach Hause länger und länger" (oder wie ich es nenne: eine Körperverletzung) von Fredrik Backman

So und schon sind wir beim zweiten Fredrik Backman Buch angelangt. Dieses Mal schafft es Backman wieder mich ein bisschen dolle zu zerstören...deswegen taufe ich das Buch auch auf "Körperverletzung", weil ich von Seite 1 bis zum Ende hin einfach geweint habe. Danke an den Goldmann Verlag und das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar.

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Informationen


Autor: Fredrik Backman
Übersetzerin: Stefanie Werner
Genre: Tränenheraufbeschwörer/Contemporary
Verlag: Goldmann
Seiten: 80 Seiten
Preis: 12.00 Euro
ISBN: 978-3-442-49394-4

Inhalt


Noah hatte schon immer eine besondere Beziehung zu seinem Opa. Er liebt ihn innig, hat viel von ihm gelernt, viel Zeit mit ihm verbracht. Auch heute sitzen sie nebeneinander auf einer Bank. Doch die steht an einem seltsamen Ort, umgeben von all den Dingen, mit denen Noah groß geworden ist – seinem Stofftierdrachen, Opas Schreibtisch, Omas Hyazinthen. Dort bekommen sie Besuch von den Menschen, die einen ganz besonderen Platz in Opas und Noahs Herzen haben. Zusammen reden sie. Sie lachen. Sie schweigen. Und jeden Tag verschwindet ein Stück ihrer gemeinsamen Welt im Vergessen. Nur die Liebe wird größer...

Meinung


Ich erzähle euch hier keinen Mist, ich habe wirklich von der ersten Seite an geweint... das ganze Buch durch. Diese Geschichte hat mich emotional einfach so gepackt, dass ich sie auch nicht zur Seite legen konnte. Backman hat mal wieder eine richtige Heul Novelle geschrieben. Wer mit den Themen Tod und vor allem Demenz nicht so gut klarkommt, sollte dann wahrscheinlich lieber die Finger von diesem Buch lassen.

Auf diesen nicht mal 100 Seiten, schafft Backman es außergewöhnlich starke Charaktere zu beschreiben, die einen durch die Geschichte tragen. Untermalt ist das ganze mit vielen detailreichen Illustrationen, die sich sehr gut in die Geschichte einfügen. Es war schön, die Gedankengänge des Opas zu lesen und sie haben mich einfach tief berührt, da die fortschreitende Demenz und die Gefühle einfach so nah geschrieben sind. Trotz der wenigen Seiten konnte ich mich gut in die Welt des Opas hineinversetzen und das war ein bisschen dolle schmerzhaft. Aber auch der Charakter von Noah, dem kleinen Enkel, hat Backman sehr gut eingefangen. Diese Unschuld und Unbeschwertheit, die Kinder an den Tag legen, aber auch die Neugier und Sorge, fängt der Autor schön ein. 

Besonders das Ende rundet die Geschichte nochmal schön ab. Ne was rede ich hier eigentlich, wegen diesem Ende brauchte ich erstmal zwei Werktage, um wieder auf mein Leben klarzukommen. Ich musste meine Großeltern anrufen und ihnen sagen, dass ich sie ganz doll lieb habe. Ich sag es euch, dieses kleine Buch hat mich zerstört, ich hab vom weinen Kopfschmerzen bekommen, so traurig war es.

Fazit


Ich kann euch das Buch empfehlen, aber sagt nicht, dass ich euch nicht vorher gewarnt habe. Es ist absolut traurig, wird euch auf wenigen Seiten das Herz brechen und ihr werdet ein bisschen kaputt am Ende sein... Von mir gibt es 4.5 Sterne, danke für das Rezensionsexemplar lieber Goldmann Verlag.

Bis bald ihr Bücherdrachen
eure Vici

Hiermit kennzeichne ich diesen Beitrag als Werbung, da es sich um ein Rezensionsexemplar handelt.

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